09 Apr 2013

Ausflug mit dem Mietwagen nach Südkreta – Phaistos einst minoischer Palast

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 Mythos und Archäologie von Festos / Phaistos

Ortsschild von PhaistosPhaistos, auch Festos genannt, war einst eine minoische Palastanlage in der Bronzezeit. Dieses bekannte Ausflugsziel befindet sich in der fruchtbaren Messara Ebene, auf einem Hügel gelegen, nahe der Ortschaften Kamilari und Agios Ioannis und unweit von Matala. Der Palast ist besonders eindrucksvoll, da er bis heute nicht rekonstruiert wurde.

Die Ruinen des damaligen Palastes bildeten auf einer Fläche von etwa 8.400 m²  den zweitgrössten Palast Kretas nach Knossos. In nächster Nähe, auf einem Nachbarhügel gelegen befindet sich eine weitere Palastanlage, kleiner als Festos. Diese Palastanlage wurde nach der sich in der Nähe befindlichen byzantinischen Kirche “Agia Triada” benannt. Durch einen gepflasterten Pfad waren beide minoische Palastanlagen miteinander verbunden.

Die Aussicht von beiden minoischen Stätten – Agia Triada und Festos ist spektakulär. Von hier aus kann man herrliche Ausblicke auf die ganze Messara Ebene, das Ida Gebirge und das lybische Meer geniessen.

Die Geschichte von Phaistos

Dem Mythos nach wurde der Palast von Festos um 2000 v. Chr. gegründet, die Siedlung wurde von König Minos gegründet, Sohn des Zeuss und Europa, der phönizischen Königstochter. Bewohnt wurde der Palast von Minos Bruder Rhadamathys. Er soll auch der erste Herrscher gewesen sein.

Der Palast von Phaistos wurde mehrfach von Erdbeben und durch einen Brand beschädigt, im Jahre 1700 v. Chr. bei einem grossen Erdbeben zerstört. Im Jahre 1600v. Chr. wurde mit dem Wideraufbau begonnen, jedoch nie vollendet. Fast zur gleichen Zeit entstand auf dem Nachbarhügel der üppige Palast von Agia Triada. Da dieser Palast besser ausgestattet war als der Palast von Festos, wird davon ausgegangen, das es sich bei dem Palast in Agia Triada um den neuen Herrscher- Sitz handelte und sich in Festos das wirtschaftliche Zentrum befand.

Ebenso erhalten blieben einige Bauten aus nachminoischer Zeit wie der griechische Rhea Tempel.

Ausgrabungen in Festos

Seit dem Jahre 1900 hat die italienische archäologische Schule Athen unter der Leitung von Professor Federico Halbherr und Luigi Pernier mit den ersten Ausgrabungen begonnen. Freigelegt wurden Teile des alten und neuen Palasts. Der grössten Teil der Gebäudreste, den man heute besichtigen kann, führt auf die Zeit des Neupalasts zurück, aus der Zeit 1700v Chr. bis etwa 1430 v. Chr.

Der Diskos von Phaistos

Das bedeutendste Fundstück der Bronzezeit ist der Diskos von Phaistos. Entdeckt wurde er am 3. Juli 1908. Der Diskos von Phaistos ist eine Scheibe aus gebrannten Ton, mit Motiven von Menschen, Tieren und Pflanzen, welche mit Stempeln aufgedruckt wurden.

Insgesamt sind 45 verschiedene Zeichen auf der Scheibe zu erkennen, 61 Symbolgruppen sind durch Trennlinien abgeteilt. Der Diskos zählt auf beiden Seiten insgesamt 242 Zeichen, die Motive auf der Tonscheibe sind spiralförmig aufgedruckt. Der Druck des Diskos stellt den ersten bekannten Druck der Menschheit dar. Zum ersten Mal wurde ein ganzer Text mit wiederkehrenden Zeichen wiedergegeben.

Bis heute wurde der Diskos von Phaistos nicht entschlüsselt und weist viele Fragen auf. Selbst in welcher Richtung die Hieroglyphen zu lesen sind ist ungeklärt. Der Diskos wird ausgestellt im archäologischen Museum in Heraklion. Noch heute werden dem Museum zahlreiche Entschlüsselungsvorschläge zugesendet.

Die Ausgrabungsstätte von Kommos

Am südlichen Ende der Komo Bucht  befindet sich die antike Siedlung Kommos, welche in minoischer Zeit als Hafen von Phaistos galt. Auch diese Ausgrabungsstätte kann man besichtigen.

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